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Thin-Prep-Test

Was ist ein Krebsabstrich?
Der Krebsabstrich oder PAP-Test ist ein Vorsorgetest. Mit diesem Test können Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs oder Zellen, die sich in Krebszellen umwandeln können, frühzeitig entdeckt werden. Dieser Test wurde vor 50 Jahren entwickelt und hat sich technisch seither nicht geändert.

Warum sollte ich einen Krebsabstrich machen lassen?
Ein regelmäßiger Krebsabstrich ist wichtig zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs. Es kann zu Zellveränderungen in der Gebärmutter kommen, ohne dass Symptome oder Schmerzen auftreten. Wenn Sie regelmäßig einen Krebsabstrich machen lassen, beteiligen Sie sich aktiv an der Aufrechterhaltung Ihrer Gesundheit.

Wie wird der Krebsabstrich durchgeführt?
Ihr Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin schabt vorsichtig Zellen vom Gebärmutterhals ab, trägt sie auf einen Glasobjektträger auf und sendet diesen in ein zytologisches Labor zur Untersuchung.

Können Krebsabstriche noch verbessert werden?
Ja. Es kann vorkommen, dass die Zellen in verschiedener Dicke auf den Objektträger aufgetragen werden, so dass sich diese überlappen. Eine exakte zytologische Beurteilung ist in diesen Fällen nicht möglich. Darüber hinaus wird ein Großteil der abgestrichenen Zellen mit dem Watteträger weggeschmissen. Das heißt: Ein hoher Prozentsatz des wichtigen Untersuchungsmaterials landet im Papierkorb.

Eine Aussage über das Vorhandensein der gefährlichen HPV-Viren ist überhaupt nicht möglich.

Wodurch unterscheidet sich der Thin-Prep-Pap-Test?
Die Zellen werden bei diesem Test nicht auf einen Glasobjektträger aufgetragen, sondern in einen Plastikbehälter mit einer Konservierungslösung gespült. Auf diese Weise kommen alle abgestrichenen Zellen auch tatsächlich beim Zytologen an.

Gibt es einen Beweis, dass der Thin-Prep-Pap-Test besser ist als der herkömmliche Abstrich?
Der Thin-Prep-Pap-Test wurde entwickelt, um die beim herkömmlich auftretenden Probleme zu verringern. Weltweite Studien haben gezeigt, dass der Thin-Prep-Pap- Test genauere Aussagen zulässt als der herkömmliche Krebsabstrich – und somit sicherer ist.

HPV-Test (Humane Papillomaviren Testung)
Die Krebsfrüherkennung mit dem üblichen Zellabstrich in jährlichen Abständen stellt eine hervorragende Methode zur Früherkennung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals dar. Wie jede Methode kann sie jedoch keine hundertprozentige Sicherheit gewährleisten.

Humane Papillomaviren (HPV) gehören zu den häufigsten Verursachern von Infektionen im Genitalbereich und werden sexuell übertragen. Bestimmte Typen dieser Viren (aus der sogenannten Hochrisikogruppe) spielen jedoch eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses und seiner Vorstufen. Dies haben neueste Forschungsergebnisse gezeigt.

Nahezu 30 Prozent aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens infiziert. Die Infektion löst häufig keine Beschwerden aus.
Das hochmoderne Testverfahren auf HPV erfolgt durch einen Abstrich vom Gebärmutterhals und wird mittels DNA Technologie ausgewertet. Noch bevor irgendwelche Zellveränderungen zu beobachten sind, kann der Nachweis von Hochrisiko HPV erbracht werden.

Dies ist für Betroffene kein Anlass zur besonderen Beunruhigung. Es bietet im Gegenteil die Möglichkeit, vorhandene Veränderungen in einem besonders frühen Stadium zu erkennen und behandeln zu können. Zusammen mit dem zytologischen Abstrich erhöht sich die Chance für eine bestmögliche Krebsfrüherkennung und damit einer erfolgreichen Behandlung ganz wesentlich.

Ultraschalluntersuchung von Gebärmutter und Eierstöcken
Bei der Krebsvorsorgeuntersuchung wird eine Tastuntersuchung der inneren Geschlechtsorgane (Gebärmutter und Eierstöcke) vorgenommen. Weitaus mehr Informationen über Veränderungen dieser Organe erhält man durch die bildgebende Ultraschalluntersuchung mit einem Vaginalschallkopf.
Dadurch können kleinste Tumore, Zysten usw. entdeckt werden, die sich dem Tastbefund entziehen, weil z.B. die Bauchdecke der Patientin zu dick ist oder weil die Veränderung (z.B. durch eine Zyste des Eierstocks) überhaupt nicht tastbar ist.
Eierstockzysten bei älteren Patientinnen sind oft das einzige Frühzeichen des Eierstockkrebses. Ihr rechtzeitiger Nachweis (lange bevor die Frau etwas verspürt) ist dann lebensrettend.
Auch Gebärmutterhöhlenkrebs verrät sich häufig erst sehr spät, z.B. in Form einer untypischen Blutung. Der Abstrich vom Muttermund dient der Erkennung des Gebärmutterhals-, nicht jedoch des Gebärmutterhöhlenkrebses.
Nur die vaginale Ultraschalluntersuchung ermöglicht die Diagnose einer auffällig verdeckten oder unregelmäßigen Gebärmutterschleimhaut, die oft das einzige Anzeichen eines Gebärmutterhöhlenkrebses darstellt. Auch in diesem Falle ergänzt der Ultraschalll vorzüglich die normale Krebsvorsorgeuntersuchung und bietet Ihnen als Patientin eine größere Sicherheit.

Immunologischer Stuhltest
Darmkrebs vermeiden, früh erkennen, heilen
Darmkrebs zählt zu den bösartigsten Leiden in der westlichen Welt. Betrachtet man beide Geschlechter zusammen, so steht er an der Spitze aller Krebserkrankungen. In der Bundesrepublik befällt die Krankheit jedes Jahr über 40.000 Personen und bleibt dabei häufig viel zu lange unentdeckt.

Risikofaktoren
Zu fette Ernährung und schlackenarme Kost erhöhen das Darmkrebsrisiko. Schlackenarme Kost führt zu Darmträgheit. Dadurch reichern sich schädliche Stoffe im Darm an, die eine Krebsentstehung fördern. Da es auch erbliche Formen von Darmkrebs gibt, sollten Angehörige von Erkrankten ihrer Darmkrebsvorsorge besondere Aufmerksamkeit widmen.

Früherkennung
Ein neuer immunologischer Test auf Blut im Stuhl bietet gegenüber der herkömmlichen Methode eine wesentlich verbesserte und sicherere Früherkennung von:

  • Blutungsquellen in Dünn- und Dickdarm (in 98,7 %)
  • Karzinome des gesamten Dickdarms (in 96 %)
  • Adenome > 1 cm (in 70 %)
  • Rechtsseitigen Darmkrebsen und Polypen

Darmkrebs entsteht in der Regel aus zunächst noch gutartigen Polypen (Adenomen). Adenome wachsen bis zu ihrer Entartung meist über viele Jahre. Durch den neuen Test gelingt eine sehr frühe Erkennung größerer Adenome. Eine erst kürzlich veröffentlichte amerikanische Studie belegt, dass die Abtragung dieser Adenome mittels Darmspiegelung (Coloskopie) das Darmkrebsrisiko um fast 90 Prozent reduziert.

Testmethode
Der Test untersucht in zwei Stuhlproben das Hämoglobin und den Hämoglobin-/Haptoglobin-Komplex. Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff, der durch einen Komplex mit Haptoglobin vor schnellem Abbau geschützt wird. Damit werden Blutungsquellen aus höher gelegenen Darmabschnitten wesentlich sicherer erkannt. Der Test reagiert nur auf menschliches Blut. Deshalb muss – im Gegensatz zum herkömmlichen Stuhltest – keine Diät eingehalten werden. Probenröhrchen halten wir selbstverständlich für Sie bereit. Wichtiger Hinweis: Die Proben sollten spätestens bis 9.30 Uhr – am besten gekühlt – bei uns abgegeben werden.

Test auf Blasenkrebs
Jährlich erkranken in Deutschland über 6.000 Frauen an Blasenkrebs. Die Sterberate liegt fast doppelt so hoch wie bei Männern, da die Krankheit bei Frauen oft viel zu spät erkannt wird. In den meisten Fällen verläuft sie zunächst ohne Symptome. Bemerkt die Patientin dann selbst Blut im Urin, ist der Tumor unter Umständen bereits fortgeschritten. Besonders gefährdet sind Raucherinnen, jedoch auch Frauen, die jahrelang dunkle Haarfärbemittel benutzen oder unter chronischen Blasenentzündungen leiden. Friseurinnen oder Frauen, die in der Chemie-, Farb- oder Metallindustrie arbeiten, weisen ebenfalls ein höheres Erkrankungsrisiko auf.
Ein Test auf Blasenkrebs kann in unserer Praxis durch eine Urinuntersuchung in wenigen Minuten durchgeführt werden. Dabei wird ein bestimmter Eiweißstoff aus dem Zellkern bestimmt, der das Vorhandensein veränderter Zellen anzeigt.